FAQ

Nachhaltigkeit bei KURZ

Ihre Fragen zu Nachhaltigkeit und Recycling – unsere Antworten

Können wir mit KURZ Transferprodukten veredelte Verpackungen und Kunststofferzeugnisse recyceln? Gibt es bei KURZ Transferprodukten Materialkombinationen, die Einfluss auf die Wiederverwertbarkeit haben? Wie sieht eine nachhaltige Wertschöpfungskette für unsere dekorierten Produkte aus? Mit Fragen wie diesen lassen wir Sie nicht alleine.

Schon seit den 1970er Jahren ist Nachhaltigkeit für das Familienunternehmen Leonhard Kurz ein Herzensthema: Lange bevor der Gesetzgeber die Abluftreinigung regelte, verfügten unsere Werke über modernste Luftreinhaltungsanlagen. Hoch umweltschädliche Substanzen wurden schon vor fünf Jahrzehnten aus KURZ Dekoren verbannt. Seit der Gründung 1899 hat der Schutz unserer Mitarbeiter, unserer Kunden und unserer Welt für Leonhard Kurz einen hohen Wert.

Nachhaltigkeit beschäftigt uns also schon seit Langem. Design und Recyclingfähigkeit sind für uns kein Widerspruch – im Gegenteil. Deshalb beraten wir Sie nicht nur zu unseren Transferprodukten; wir unterstützen Sie auch, wenn Sie Ihren Recyclingpfad verbessern, Prüfverfahren harmonisieren oder Nachhaltigkeitskonzepte überdenken möchten.
Nutzen Sie unsere Expertise rund um die Themen „Nachhaltigkeit“ und „Recycling“!

Recylingfähigkeit – was ist das genau?

Die Recyclingfähigkeit Ihres Produkts ist an zwei Bedingungen geknüpft: Es muss industrielle Sortier- und Verwertungsstrukturen für das Erzeugnis geben. Aus dem ursprünglichen Produkt muss (ganz oder in Teilen) materialidentische Neuware hergestellt werden können. Diese Zielsetzung birgt Herausforderungen auf vielen Ebenen. Doch damit sind Sie nicht alleine: Wenn Sie möchten, begleiten wir Sie von Anfang an. Gemeinsam stellen wir sicher, dass die Recyclingfähigkeit entlang der gesamten Wertschöpfungskette Ihres Produkts gewährleistet ist. Dadurch unterstützen Sie nicht nur das Ökosystem der Erde: Sie erarbeiten sich auch einen Wettbewerbsvorteil.

Woher weiß ich, ob mein Produkt recyclingfähig ist?

Stellen Sie sich diese Fragen:

  1. Handelt es sich beim Substrat um Kunststoff, Papier, Karton, Glas oder Metall, das sich für werkstoffliches Recycling eignet?
  2. Kann eine industrielle Recyclinganlage die Verpackung erkennen?
  3. Gibt es einen Recyclingpfad für das gesammelte Material?

Wenn Sie zusätzlich wissen möchten, wie es um die Qualität Ihres Rezyklats bestellt ist: Die europäische Initiative RecyClass und der US-Verband APR haben Testprotokolle für unterschiedliche Materialien entwickelt. Sprechen Sie uns an, wenn Sie dazu mehr wissen möchten: KURZ engagiert sich seit Jahren bei RecyClass. In Zukunft werden Sie sogar die Recyclingfähigkeit, die sogenannte Recycability Rate, Ihrer Verpackung anhand einer Formel errechnen können. Daran arbeiten wir aktuell gemeinsam mit RecyClass und Sie werden dadurch eine große Verbesserung und Erleichterung in Ihrem Ablauf erfahren.

Design for Recycling (DfR)

Schon beim Design der Verpackung stellen Sie die Weichen für die Recyclingfähigkeit Ihres Produkts. Wir unterstützen Sie mit unserem Fachwissen gerne schon in dieser ersten Phase – z. B. bei der Verpackungs- und Etikettengestaltung, der Materialauswahl oder der Verwendung von Farben und Klebstoffen. Die europäische Initiative RecyClass und der US-Verband APR haben Online-Tools entwickelt, die Ihnen helfen, die Regeln des Design for Recycling (DfR) umzusetzen. Informationen zu DfR-Richtlinien finden Sie auch hier: DIN EN 1343, RECOUP, CHI, EPBP, Citeo, SUEZ. Als Mitglied von RecyClass arbeiten wir daran, die Regeln noch aussagekräftiger und einheitlicher zu gestalten.

Erkennen Sortieranlagen mein Produkt?

Ob die Sensoren einer Recycling-Sortieranlage KURZ Qualitäten wie LUXOR®/ALUFIN® erkennen, haben wir getestet. Das Ergebnis: 80 bis 90 % der Heißpräge-, Kalt- und Digitaltransfermuster (Oberflächendekoration zwischen 3 und 100 %) wurden der Deinking-Ware zugeordnet. Wie effektiv die Druckfarbenentfernung war, ließen wir von der Internationalen Forschungsgemeinschaft Deinking-Technik e.V., INGEDE, prüfen: Mit bis zu 100 Punkten erzielten die KURZ Transferveredelungen ein herausragendes Ergebnis. Damit wird ein sogenannter guter Wert – bei INGEDE spricht man davon bereits ab einer Gesamtzahl von 70 Punkten – weit übertroffen. Wenn Sie mehr über das Testergebnis wissen möchten: Lesen Sie unsere Pressemitteilung zum Deinking-Test.

Erkennen Sortieranlagen dekorierte Kunststoffgüter (z. B. Primärverpackungen von Kosmetika)?

Oberflächenveredelungen sollen den Sortierprozess nicht stören. Deshalb haben wir untersucht, ob Sortieranlagen, die mit NIR-Technologie (Nahinfrarot) arbeiten, Konsumgüter mit KURZ Beschichtungen erkennen. Das Ergebnis: Mit unseren Dekorationen, zum Beispiel auf Primärverpackungen von Kosmetika, sind Sie auf der sicheren Seite. Durch das KURZ Transferverfahren können bis zu 70 % der Oberfläche Ihres Produkts dekoriert werden, und damit wird es von der Sortieranlage problemlos erkannt. Bitte beachten Sie: Kunststoffe, die mit Ruß schwarz eingefärbt wurden, erkennen NIR-Sortiersysteme nicht.

Wie stark dürfen Oberflächen dekoriert sein?

Mit metallisierter Transferveredelung von KURZ versehene Produkte würden den Recyclingprozess per se nicht stören. Aber: Da andere Produktaufbauten wie z. B. Laminate bei zu großer Flächenbelegung den Recycling-Prozess stören würden, ist dem Recycling-Prozess ein Sortierprozess mit Sensoren vorgeschaltet, der eine Oberflächenbedeckung von 65 % aussortiert. Die ultradünne Beschichtung mit KURZ Transferveredelung ist für Sie ein weiteres Ass im Ärmel, um sicher zu recyceln.

Welche Materialien stören die Recycling-Fähigkeit?

Generell sollten Sie Materialkombinationen vermeiden (z. B. Multilayer oder wasserlösliche Klebestoffe in Kombination mit nassfesten Etiketten bei PP). KURZ engagiert sich bei der europäischen Initiative RecyClass. In einer Arbeitsgruppe untersuchen wir, wie die Recycling-Eigenschaften von Labeln und ihren Klebern verbessert werden können.

Komplex ist die Situation bei Laminaten: Grundsätzlich verboten sind sie nicht, aber sie erschweren das Recycling. Für Laminate auf Papier oder Kartonagen gilt: Laminierungen mit metallisierten Kunststofffolien lösen sich im Recyclingprozess nur schwer vom Substrat. Wichtig zu wissen, wenn Sie Kunststoff laminieren möchten: Hier müssen Sie in jedem Einzelfall prüfen, wie ein bestimmtes Laminat den Recyclingprozess und die Qualität des Rezyklats beeinflusst. Weil Laminierungen die Recycling-Fähigkeit Ihres Produkts und Ihrer Verpackung behindern, empfiehlt es sich, andere Verfahren zu wählen.

Wir unterstützen Sie gerne dabei, nachhaltige Oberflächenveredelungen zu wählen, die beides können: Sie befriedigen höchste Ansprüche an Design und Funktionalität, und sie sorgen dafür, dass Ihr Produkt in seiner Gesamtheit recyclingfähig ist.

Kompostierbarkeit von KURZ Transferdekorationen

Weil sie sich in so vielen Anwendungen bewährt, ist die Transferdekoration LUXOR® bei unseren Kunden besonders beliebt. Wir sind stolz darauf, dass die Veredelung auch in Sachen Nachhaltigkeit höchste Ansprüche erfüllt: 2019 zertifizierte DIN CERTCO die Heißprägequalität LUXOR® MTS 220 nach DIN 13432: Die Dekoration gilt als Zusatzstoff, der den Kompostierungsprozess nicht stört, wenn Sie maximal 1 Massenprozent auf Ihr Substrat aufbringen.

Aufgrund der extrem dünnen Transferschichten von KURZ ist das in nahezu allen uns bekannten Anwendungen bereits heute möglich.

Wichtig: Auch Ihre Kartonage muss kompostierbar sein, damit Ihr Produktkreislauf geschlossen wird. Folgen Sie unserer Kampagne #beagreenleader in den sozialen Medien: In kurzen Videos erklären unsere Spezialisten, wie Sie von der Nachhaltigkeit der KURZ Produkte profitieren können.