Umweltrelevante Informationen

zur Prägefolie

Prägefolien stellen keine gefährlichen Arbeitsstoffe im Sinne der Gefahrstoffverordnung in der Fassung 11/2010 dar. Sie fallen gemäß REACH unter die Kategorie Erzeugnisse und müssen deshalb nicht registriert werden. Bei KURZ werden keine flüchtigen, ozonschädlichen Halogenkohlenwasserstoffe verarbeitet. Ebenfalls setzen wir keine cadmium-, blei-, quecksilber- oder Chrom(VI)-haltigen Rohstoffe ein.

Der überwiegende Anteil unserer Prägefolien erfüllt gemäß ihrer Rezeptur und den Angaben der Rohstofflieferanten sowie in Abhängigkeit ihres jeweiligen spezifischen Einsatzzwecks die Anforderungen der verschiedenen nationalen und internationalen Bestimmungen.

Beispielhaft seien genannt:

  • EU-Verpackungsrichtlinie 94/62/EG und CONEG
  • Elektronikgesetz - RoHS (2011/65/EU)
  • Einschränkung von Brom-Verbindungen (2003/11/EG)
  • 2005/84/EG keine Phthalate
  • 2006/122/EG keine Perfluoroctansulfonate
  • keine CMR-Stoffe (Stoffe die kanzerogene, mutagene oder reproduktionstoxische Eigenschaften besitzen), die nach derCLP-Verordnung (EG) Nr. 1272/2008 inkl. Änderungsverordnungen als Kategorie 1, 1A bzw. 1B oder als akut toxisch Kategorie 1-3 eingestuft sind
  • keine zulassungspflichtigen Stoffe, die in REACH Anhang XIV in der aktuellen Fassung genannt sind
  • keine für die Ozonschicht schädigenden Substanzen. Prägefolien von KURZ erfüllen somit die Anforderungen der EU-Verordnung (EG) Nr. 1005/2009 und sind keine Produkte im Sinne des Art. 17 (Ausfuhr) dieser VO
  • EuPIA-Rohstoffausschlussliste des Verbandes der Druckindustrie für Druckfarben
  • im Automobilbereich die Anforderungen der Altfahrzeugverordnung von 2002 (2000/53/EG). Zur Rückverfolgbarkeit der einzelnen Komponenten bei der Entsorgung von Fahrzeugen sind diese im IMDS-System hinterlegt
  • Im Lebensmittelsektor (1935/2004/EG, 10/2011/EU) und im Spielzeugsektor (2009/48/EG; EN71/3:2013) unterstützt Sie KURZ auf Anfrage mit externen Zertifikaten zu seinen Qualitäten

Konfliktmineralien

Hinsichtlich der Verpflichtungen/Anforderungen aus dem Dodd-Frank Act (Section 1502 – "Conflict Minerals") arbeiten wir mit unseren Zulieferern gemeinsam daran, den Materialanteil in unseren Rohstoffen nachzuverfolgen, um bestimmen zu können, ob Mineralien aus dem Abbau oder nicht zertifizierten Schmelzbetrieben in Konfliktregionen für unsere Rohstoffe eingesetzt werden.

Wir werden wissentlich keine Konfliktmaterialien aus der DR Kongo oder deren Nachbarstaaten für die Herstellung unserer Produkte verwenden. Demzufolge fordern wir unsere Zulieferer auf, für den uns bekannten Materialanteil in den Rohstoffen, die sie an uns liefern, uns ihre Schritte in Bezug auf die Sorgfaltsprüfung schriftlich darzulegen, bzw. uns die Herkunft von den als Konfliktmaterial bezeichneten Stoffanteilen nachzuweisen.

Information der LEONHARD KURZ Stiftung & Co. KG zum Thema „Neueinstufung Titandioxid“

Hier finden Sie alle Informationen über die Änderungsverordnung der Europäischen Kommission zur Einstufung von Titandioxid und ihre Auswirkung auf Produkte mit KURZ Transferveredelung.

Wie wird Titandioxid (TiO2) verwendet?

Titandioxid ist als universelles Weißpigment seit Jahrzehnten im Einsatz in Farben und Lacken, in Produkten wie Zahnpasta und Sonnenschutzcreme, in Klebstoffen, Kunststoffen und sogar als Lebensmittelzusatzstoff.

Was bedeutet die Neueinstufung von Titandioxid?

Nach längeren Diskussionen auf EU-Ebene hat die Europäische Kommission am 04. Oktober 2019 die 14. Anpassung der CLP-Verordnung als Delegierte Verordnung (EU) 2020/217 erlassen, die im Amtsblatt der Europäischen Union am 18. Februar 2020 veröffentlicht wurde.

Diese Verordnung tritt am 9. März 2020 in Kraft und muss bis spätestens zum 9. September 2021 umgesetzt werden. In der Verordnung wird Titandioxid in Pulverform mit mindestens 1 % Partikeln mit aerodynamischem Durchmesser ≤ 10 µm als krebserzeugend (Verdachtsstoff, Kategorie 2) eingestuft, und es werden zusätzliche EUH-Sätze eingeführt.

    • Die Einstufung gilt nur für das reine Titandioxidpulver und für alle Pulverprodukte, die mindestens 1 % Titandioxid in Partikelform oder eingebunden in Partikel mit einem aerodynamischen Durchmesser ≤ 10 µm im Gemisch enthalten.
    • Sie gilt NICHT für Erzeugnisse, d.h. Gegenstände wie Tapeten, Papier oder Transferprodukte mit Titandioxid.

Ist Titandioxid in KURZ-Transferprodukten enthalten?

Grundsätzlich können Transferprodukte von KURZ Titandioxid enthalten. Das Titandioxid ist dabei in einer festen Matrix eingebunden und ist damit unlöslicher Bestandteil des Transfermaterials, auch nach der Applikation auf dem Endprodukt.

So sind zum Beispiel auch Tapeten und fertige Putze von dieser Einstufung nicht betroffen, weil auch dort das Titandioxid in einer festen Matrix eingearbeitet und fixiert ist.

Müssen Transferprodukte von KURZ zusätzlich gekennzeichnet werden?

Die in der Verordnung vorgeschriebene zusätzliche Kennzeichnung nach EUH212 für Gemische, die ≥ 1 % Titandioxidpartikel enthalten, ist für unsere Transferprodukte nicht anwendbar, sondern nur für feste oder flüssige Gemische (z.B. Pulverlacke, Lacke).

Unsere Transferprodukte sind unter der EU-Verordnung 1907/2006 vom 18.12.06 (REACH VO) als Erzeugnisse einzustufen und sind somit nicht registrierungspflichtig. Die Erstellung eines Sicherheitsdatenblattes ist daher für unsere Transferprodukte nicht zwingend notwendig.