Leonhard Kurz erweitert Maschinenprogramm um Stand-Alone-Metallisierungseinheit

Fürth, 06.11.2020: Leonhard Kurz ergänzt seine DM-Liner-Maschinenreihe zur digitalen Metallisierung um die autarke Veredelungseinheit DM-Uniliner. Die mit Inkjet-Technologie ausgestattete Transfermaschine für den Narrow-Web-Bereich bietet maximale Flexibilität in der Veredelung. Sie kann vor oder nach dem Farbdruck eingesetzt werden.

Unabhängig von Auftragsart und Drucksystem

Die neue Veredelungseinheit DM-Uniliner aus dem Hause Kurz ergänzt das Portfolio der Inline-Lösungen DM-Jetliner und DM-Flexliner um eine autarke Variante. Diese wurde konzipiert für Druckbetriebe im Schmalbahnsektor, die maximale Flexibilität in der Veredelung benötigen. Die neue Einheit nutzt wie die Inline-Maschinen zuverlässige Inkjet-Technologie. Etikettendrucker können den DM-Uniliner beliebig vor oder nach dem Farbdruck einsetzen und somit eine große Vielfalt an veredelten Produkten erzeugen. Wird die Metallisierung vor dem Druck appliziert, erhalten die im Überdruck aufgebrachten Farben brillanten metallischen Glanz. Werden Designs mit Regenbogenfarbspiel oder holografischen Strukturen eingesetzt, entstehen durch Überdruck schillernd lebendige Licht- und Farbeffekte. Per Postprint-Veredelung lässt sich optisch anspruchsvolle Late Stage Customization realisieren. Individualisierungen, Personalisierungen, verschiedene Sprachversionen oder variable Motive werden durch Metallisierung effektvoll in Szene gesetzt. Auch für Betriebe mit verschiedenen Drucksystemen ist der DM-Uniliner die geeignete Veredelungslösung. Auf unterschiedlichen Maschinen vorgedruckte oder zu bedruckende Etiketten können zum beliebigen Zeitpunkt metallisiert werden. Die hohe Geschwindigkeit von Flexodruckmaschinen wird durch die unabhängige Veredelungseinheit nicht eingeschränkt. Verarbeitbar sind Selbstklebeetiketten aus einer großen Bandbreite von Kunststoff- und Papiersubstraten.

Abgestimmt auf industrielle Anforderungen

Die Leistungsfähigkeit und Prozesssicherheit des DM-Uniliners sind auf industrielle Anforderungen zugeschnitten. Mit hoher Druckstabilität der Druckeinheit und konstantem Bahnlauf sorgt die Maschine für reibungslose, schnelle Abläufe bei geringer Makulatur. Der DM-Uniliner verarbeitet bis zu 75 Rollenmeter pro Minute. Es sind Substratrollen bis 800 Millimeter Durchmesser einsetzbar, die lange Laufzeiten ohne Rollenwechsel ermöglichen. Kleine wie große Veredelungsaufträge sind mit der digitalen Einheit gleichermaßen wirtschaftlich durchführbar. Verschiedene Aufträge können gesammelt und in einem Veredelungsdurchgang durchgeführt werden. So wird Metallisierung auch in Kleinstauflagen rentabel.

Wie alle Narrow-Web-Veredelungseinheiten von Kurz erzielt auch der DM-Unliner einen flachen, farbgleichen Auftrag der Metallisierungsschicht. Diese Charakteristik des Metalltransfers prädestiniert die Maschinen für die Veredelung von Rollenetiketten. Bei der Aufwicklung der dünn und flach beschichteten Etikettenrollen zeigt sich kein Verzug, die Etiketten können problemlos weiterverarbeitet werden. Die glatte Oberfläche ermöglicht zudem eine einwandfreie mehrfarbige Überdruckung. Der DM-Uniliner kann die Veredelung mit einer Passergenauigkeit von ± 0,2 Millimeter auf vorgedrucktes Material applizieren.

Multi-Use-Funktion

Kurz hat für seine Narrow-Web-Maschinen eine Multi-Use-Funktion entwickelt, die auch für den DM-Uniliner zur Verfügung steht. Werden beim ersten Veredelungsdurchlauf Metallisierungsbereiche einer Transferrolle nicht ausgeprägt, lässt sich die Rolle weitere Male für zu überdruckende Metallisierungen verwenden. Sie wird erneut in das Wickelsystem eingespannt, und in einem zweiten Metallisierungsdurchlauf werden nicht ausgeprägte Bereiche von einem Druckmarkensensor registriert und auf das Substrat übertragen. Bleiben weitere, ausreichend große Bereiche ausgespart, können sie auch in einem dritten Durchlauf nochmals ausgeprägt werden, sodass die Metallisierungsschicht der Transferrolle maximal genutzt wird.